Traditionsgemäß gehen in der Maternuswoche im September die Kinder der Grüngürtelschule zum Gottesdienst in die Kirche St. Maternus am Ortseingang von Rodenkirchen. Über dem Portal sieht man bereits eine Figur des Hl.Maternus, gut erkennbar an den drei Bischofsmützen.
Im Anschluss an den Gottesdienst besichtigen die Kinder der Stufe 3 die alte Kapelle des Hl. Maternus.

Pfarrer Windt erklärt den Kindern, dass diese Kapelle wahrscheinlich schon im 4.Jhd. hier am Rhein gestanden hat.

An dieser Stelle ist markiert, wie hoch das Rheinwasser bei einer Überschwemmung gestanden hat.
Im Inneren der Kirche befinden sich im Altarraum Figuren der vier Evangelisten.
und eine bemalte Statue des Heiligen Maternus.
Er trägt eine Mitra auf dem Kopf. Sie ist das Zeichen, dass er Bischof von Köln war. Er ist nachweislich der erste Bischof von Köln. In der Hand hält er ein Buch mit zwei weiteren Bischofsmützen, da er auch noch Bischof von Trier und Tongeren war. Als Maternus 328 in Köln starb, entstand Streit um seine Gebeine. Jeder Bischofssitz erhob Anspruch darauf. Ein Engel ordnete ein Gottesurteil an. Die Gebeine wurden auf ein kleines Schiff gelegt und auf den Rhein hinausgestoßen. Wundersamerweise trieb das Schiff stromaufwärts. Wo heute Rodenkirchen liegt, trieb das Schiff an Land. Aufgrund dieses Wunders wurden die Gebeine Trier zugesprochen und dort bestattet. An der Stelle, an der das Schiff an Land ging, errichtete man eine Kapelle. Sie soll der Ursprung der alten Maternuskirche in Rodenkirchen sein.
Zum Schluss gingen alle noch auf den alten Friedhof und schauten auf den Rhein. Danach ging es über die leider geschlossene Kirmes zurück zur Schule.
Text: S.Müller Bilder: D.Barz
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